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…ein Tempel des Heiligen

Geistes…

Als Paulus seinen ersten Brief an die Gemeinde in Korinth verfasste, muss es dort ziemlich heftig herge­gan­gen sein. Es gab Streit in der Gemeinde, Anfeindungen zwischen verschiedenen Gruppierungen und Zügellosigkeit und auch Paulus selbst war wohl in Korinth alles andere als unumstritten. So findet er in seinem Schreiben deutliche, manchmal auch polemische Worte, um den Christen in Korinth deutlich zu machen, dass es nur einen Herrn gibt: den Gekreuzigten.

Sicherlich, die junge Christenheit hatte noch keine jahrhundertelange Tradition gehabt. Strukturen mussten noch wachsen, vieles hat sich erst noch finden müssen: Die Naherwartung, das Christus bald wiederkommen würde, wurde enttäuscht, das Bewusstsein, durch Christus von Schuld reingewaschen zu sein, führte zu missverstandener Freiheit von Regeln und Gesetz.

In diese Unsicherheit hinein, spricht Paulus diese Sätze, die auch heute nichts von ihrer Brisanz verloren haben: „Euer Leib ist ein Tempel des Heiligen Geistes, Ihr gehört Gott, nicht Euch selbst.“

Auch für uns gilt: Ja, wir sind Befreite von der Last des Gesetzes. Wir werden nicht nach unseren Werken gerichtet werden. Durch den Gekreuzigten sind wir von dieser Bürde befreit. Aber heißt das auch, dass uns jetzt alles erlaubt ist?

Paulus macht deutlich, dass wir als Erlöste in einer ganz anderen Verantwortung stehen: Als Menschen, die wir durch die Liebe Gottes bestehen können, sollte man uns dies auch anmerken. Nicht, weil das von uns für unser Heil gefordert ist, nicht, weil das Gesetz es einmal so verlangt. Sondern weil der Geist Gottes in uns wohnt und wirken will, weil Gottes Liebe in uns Frucht bringen will.  Wenn wir bekennen, dass wir Gottes Kinder sind, wenn wir wollen, dass die Menschen uns das auch glauben, damit sie selbst Hoffnung in Christus finden können, dann sollten wir auch versuchen, „glaub-würdig“ zu leben.

Was glaubwürdig ist, kann man nicht in allgemeine Gesetze fassen, kann individuell sehr unter­schied­lich interpretiert werden und sicher auch zu Meinungsverschiedenheiten führen. Es meint aber immer, dass mein Denken und Handeln geprägt ist und gelenkt wird von der Liebe Gottes, die ich in mir spüre.

Zu diesem Anspruch der Glaubwürdigkeit, den wir als Glaubende an uns selbst stellen sollten, gehört aber immer auch der Zuspruch, dass Gott uns auch in den Situationen trägt, wenn wir diesem Anspruch einmal nicht gerecht werden.

Klaus-Dieter Kriegeskorte