Freundliche Reden sind

Honigseim, süß für die Seele und heilsam für die Glieder (Sprüche 16,24)

„Ja, klar doch“, denke ich, das ist vollkommen klar. Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es wieder heraus.

Aber der Monatsspruch hört nicht damit auf, wie ich rede. Nein, es geht weiter mit: Süß für die Seele und heilsam für die Glieder. Mein (Dein) freundliches Reden tut dem Anderen gut. Es wärmt ihn und es heilt ihn sogar.

Da ertappe ich mich doch diese Woche bei der Arbeit, wie ich manchmal nicht freundlich meinen Kollegen geantwortet habe. Im Nachhinein frage ich mich, warum ich in so einen Ton gesprochen habe.

Ich weiß es nicht! Aber ich weiß, dass wenn ich etwas überlegt hätte, so knapp eine Sekunde, dabei etwas gelächelt hätte, dann hätte ich die Zeit gehabt, um eine freundliche Antwort zu geben. Manchmal bin ich zu schnell mit meiner Antwort.

Da habe ich Nachholbedarf.
Aber ich selbst bin zu schwach dazu, das allein zu ändern. Deshalb darf ich diesen Nachholbedarf in einem Gebet, vielleicht ist es ein kleines, kurzes Stoßgebet, unserem Herrn Jesus sagen.

Und wir sollen nicht nur einmal am Tag freundliche reden. Nein, es steht im Plural – freundliche Reden. Das heißt jetzt nicht, dass ich immer nur freundlich sein soll und der Andere darf unfreundlich oder sogar schlecht daherreden. Aber ich soll so oft es geht freundlich reden. Und dazu brauche ich auch Jesus. Denn wenn es mich schmerzt, kann er diese Wunden heilen.

Volker Nerz