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Kategorie: Anstoß
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Monatsspruch Mai:

Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat!   1.Petrus 4,10:

Wer in diesem Monat in der fortlaufenden Bibellese weiterliest, wird am 6.Mai genau diesen Text nochmals lesen.

Petrus schreibt an die Gemeinden in der heutigen Türkei. Ja, es ist der Petrus, den wir aus der Ostergeschichte kennen – der Jesus drei Mal verleugnet hat, bevor der Hahn zwei Mal kräht.

In diesem Brief tröstet Petrus die Gemeinde und mahnt sie den Glauben ernst zu nehmen. Ja, es ist nicht einfach sich zu outen. Die anderen feiern ihren Gottesdienst, der für Christen ein Götzendienst ist, sie feiern Feste bei denen ein Christ sich versündigen wird. Also, sagt Petrus, bleibt fern, outet euch, aber verurteilt die anderen nicht. Sondern zeigt ihnen, was ihr glaubt. Jesus ist für uns, für jeden von uns, gestorben und wieder auferstanden. Zeigt ihnen Gottes Liebe und Willen mit uns Menschen.

Wie soll die Gemeinde auf die Diskriminierung und den Spott reagieren? Sich zurückziehen, abschotten oder sich gewaltsam wehren?

Nein, sagt Petrus – so nicht. Zeigt und lebt eueren Glauben von Jesus, eurem Retter. Dient einander, d.h. gebt dem anderen etwas von dem weiter, was ihr von Gott empfangen habt.
Helfende Hände, Hoffnung weitergeben, einen guten Rat haben, trösten können, Mut machen, Freude schenken, einen (Aus-)weg zeigen – viele, viele Gaben hat uns Gott geschenkt. Und diese Gaben sollen wir weitergeben, an Christen und Nicht-Christen. Dazu dürfen, sollen und müssen wir die christliche Energiequelle nutzen – Jesus.

Stefan Weller hat dies so formuliert:


Was ich erträume, hast du schon getan. Seh ich den Weg nicht, gehst du ihn voran. Was ich auch denke bei Tag und bei Nacht, du, Gott, hast immer schon an mich gedacht.
Forme mein Wesen und führ meinen Sinn; bring mich zurück, wenn ich nicht bei dir bin.

Will meine Seele vor Sehnsucht vergehen, lass du ein Bild deiner Zukunft entstehn.

Volker Nerz

 

Monatsspruch April:

Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.  1.Korinther 15,42

Bald ist Ostern! Diese Nachricht geht im Moment völlig unter. Man hat den Eindruck, die Zeit scheint stillzustehen und sich nur noch um ein Thema zu drehen: Corona. Dieses kleine Virus hat es schon jetzt geschafft, mehr Aufmerksamkeit zu erregen, als es Ostern für viele Menschen jemals hatte.

Beides ist beunruhigend, denn es zeigt auf der einen Seite, wie leicht wir Menschen uns von einem Thema dermaßen in den Bann schlagen lassen, dass wir alles andere darum herum verdrängen. Andererseits zeigt es aber auch, dass das höchste Fest der Christenheit mit dem Weihnachtshype nicht mithalten kann und somit immer mehr an Bedeutung verliert. Gehen Sie mal am Ostersonntag in den Gottesdienst (dieses Jahr nicht, aber sonst) und Sie werden viel Platz haben.

Wahrscheinlich hängt die zunehmende Bedeutungslosigkeit von Ostern einfach auch am Thema. Eine Jungfrauengeburt vermarktet sich nun mal besser als ein mit der grausamsten Methode der Antike zu Tode gekommener Störenfried.

Aber die Osterbotschaft hat es wahrlich in sich. Durch die Auferstehung Jesu von den Toten hat sich das Leben durchgesetzt gegen Sünde und Tod. Sie sind besiegt und haben ihre Macht über uns Menschen für immer verloren.

Durch den Glauben an Jesu Christi wird das, was dem Tode und der Verwesung geweiht war, umgemünzt in Auferstehung und Ewigkeit. Das ist die Botschaft von Ostern und von unserem Monatsspruch. Der Monatsspruch beinhaltet dabei nur eines von insgesamt vier Gegensatzpaaren, die der Apostel Paulus verwendet, um uns die Kraft der Auferstehung vor Augen zu führen. Im weiteren Verlauf des Korintherbriefs wird aus Unehre Herrlichkeit, aus Schwachheit Kraft und aus dem natürlichen Leib ein geistlicher Leib.

Also ohne Tod keine Auferstehung, ohne Karfreitag kein Ostern, ohne das Ablegen von alten und vielleicht schlechten Gewohnheiten kein neuer Mensch! Wer das glaubt und damit die Osterbotschaft ernst nimmt, der hat genügend Hoffnung und Zuversicht, um sich vor nichts zu fürchten!

„Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja!“

Martin Sautter

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