Mit dem Frieden wird es dieses Jahr wohl nichts!  Bei den vielen Kriegen und Konflikten in dieem Jahr hat man den Eindruck, dass es schon lange nicht mehr so schlimm war wie jetzt. Aber gab es wirklich einmal Frieden auf der Welt? Frieden unter den Völkern, Frieden unter den Politikern, Frieden unter Nachbarn und Freunden, Frieden in den Familien? Wir wünschen uns Frieden – aber wir schaffen ihn nicht!

Ein Licht, Staunen und friedliche Stille erwarten wir vor der Krippe an Heilig Abend.

Dass in Jesus Gott auf die Welt gekommen ist glauben wir und feiern es an Weihnachten. Auf dem Bild sehen wir die Geburtsgrotte unter der großen Geburtskirche in Bethlehem, An dem Tag, als ich das Bild aufnahm, war es tatsächlich still und wir sehen die Frauen in Andacht vor dem Platz, an dem Jesu Krippe gestanden haben soll. Aber so still ist es in unserer Welt und gerade auch an diesem Platz nicht immer. Wir müssen erkennen, dass wir als Menschen allein den Frieden nicht schaffen können! Egal ob mit oder ohne Waffen!

Wir können uns bemühen, und es ist gut, richtig und wichtig, dass wir uns um Frieden mühen. Oft glauben wir auch den Weg zum Frieden zu kennen, aber wir gehen ihn nicht.

Jesus sagt: Glückselig sind, die Frieden schaffen, denn sie werden Gottes Kinder heißen. Gerne bemühen wir auch das Bild aus dem Wort des Propheten Jesaja: „da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen (Jesaja 2,4).

Wer wird hier so handeln und keinen Krieg mehr führen? Die Menschen, die zum Berg des Herrn kommen, „dass er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen“! (Jesaja 2,3).

Nicht aus uns selbst heraus, sondern allein durch ihn kann es Friede werden. Jesus ist in die Welt gekommen, um uns den Weg des Friedens, den Gott für uns hat, zu zeigen. Den Weg des Verstehens, der Liebe zum Nächsten, zum Fernen und auch zu denen, die uns feind sind und vor denen wir uns vielleicht fürchten.

Ich wünsche uns allen, nicht nur an Weihnachten, Frieden, Shalom, Salem.

Karlheinz Zeeb